In Carloforte haben wir uns vom ersten Moment an zuhause gefühlt. Alles war vertraut, leicht und herzlich. Wir trafen Freunde wieder, die wir im letzten Jahr kennengelernt hatten, und verbrachten viel Zeit mit ihnen. Auch an unserem Steg entstanden sofort neue Freundschaften – ein schönes Gefühl, wenn man merkt, dass man angekommen und willkommen ist.
Zwischendurch machten wir uns auf den Weg nach Porto Torres, um unser Auto abzuholen, das dort auf uns wartete. Die Reise dorthin war fast schon ein kleines Abenteuer für sich: erst mit der Fähre nach Portovesme, dann mit dem Shuttlebus nach Cagliari und weiter mit dem Zug nach Porto Torres. Zurück fuhren wir gemütlich über Castelsardo, San Teodoro, Torre Grande, Portixeddu, Masua–Buggeru und Sant’Antioco – eine Strecke voller schöner Eindrücke und Erinnerungen. Es war insgesamt eine wunderbare, ereignisreiche Zeit.
Insgesamt blieben wir vier Wochen in Carloforte, bevor es zurück in die Schweiz ging. Wir haben nicht nur die Ortschaft Carloforte richtig kennengelernt und genossen, sondern auch die kleine Isola San Pietro entdeckt – mit ihrer unberührten Natur, den traumhaften Stränden und dieser besonderen Ruhe, die man nur auf einer Insel findet. Kulinarisch haben wir uns verwöhnen lassen, sind unter die Einheimischen gegangen und haben mit ihnen Feste gefeiert.
Doch irgendwann wurden die Tage kürzer, die Nächte länger und feuchter, und es war klar, dass der Herbst nun endgültig Einzug hielt. Am 29. Oktober verabschiedeten wir uns von Cataleya, von Carloforte und von Sardinien. Ein Abschied mit einem lachenden und einem weinenden Auge – dankbar für alles, was wir erlebt haben, und voller Vorfreude auf das, was uns im nächsten Jahr wieder erwartet.
Jahresrückblick 2025
2025 war für uns ein Jahr, das sich leicht und weit angefühlt hat. Ein Jahr, in dem wir unseren eigenen Rhythmus gelebt haben – mal auf vier Rädern, mal auf dem Wasser, immer offen für das, was unterwegs auf uns wartete. Unterwegs zu sein bedeutet für uns Freiheit, Neugier und die Freude, jeden Tag so zu gestalten, wie er sich richtig anfühlt.
Mit dem Auto haben wir erneut viele Kilometer zurückgelegt. Wir sind vertraute Wege gefahren und haben neue entdeckt, haben spontane Abstecher gemacht, sind kleinen Strassen gefolgt, die uns angelächelt haben, und haben Orte gefunden, die uns überrascht und berührt haben. Diese Reisen auf der Strasse gehören inzwischen genauso zu unserem Jahr wie die Zeit auf dem Meer.
Gleichzeitig war Cataleya auch 2025 unser Zuhause zwischen den Welten – ein Ort, an dem wir zur Ruhe kommen, aber gleichzeitig aufbrechen können. Wir haben gesegelt, geankert, Freunde getroffen, Abende unter freiem Himmel verbracht und Momente gesammelt, die uns noch lange begleiten werden.
Und dann brachte 2025 eine grosse Veränderung mit sich: Wir haben Porto Torres verlassen und einen neuen Anfang in Carloforte gewagt. Ein Schritt, der sich mutig anfühlte und gleichzeitig vollkommen richtig. Carloforte hat uns mit seiner besonderen Atmosphäre empfangen – ein Ort, der ruhig und lebendig zugleich ist, ein bisschen abgeschieden und doch voller Leben. Ein neuer Hafen, ein neues Kapitel, ein neues Zuhause für Cataleya und für uns.
2025 war ein Jahr voller kleiner und grosser Glücksmomente. Ein Jahr der Bewegung, der Begegnungen und der Veränderung. Ein Jahr, das uns gezeigt hat, dass Freiheit manchmal ein neuer Hafen ist – und manchmal einfach ein ruhiger Moment an Deck.


















































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