Gerade ist das Jahr 2022 zu Ende gegangen und 2023 hat begonnen… ✨
Und im neuen Jahr haben wir etwas ganz Besonderes vor, auf das wir uns unglaublich freuen. Was genau? Lasst euch überraschen. Wir werden euch auf dem Laufenden halten.
Aber eins nach dem anderen. Alles zu seiner Zeit.
Heute möchten wir erst einmal von den letzten sechs Jahren erzählen – von all den Momenten, Abenteuern und Erinnerungen, die wir mit Cataleya erleben durften.
Am 25. Mai 2017 wurde unsere Cataleya in Port Corbières–Marseille eingewassert.
Schon am 26. Mai, bei perfektem Wind, sind wir losgesegelt, unser erstes richtiges Abenteuer mit ihr. Der Moment, in dem sich die Segel füllten und wir Marseille achteraus kleiner werden sahen, war einfach magisch. ✨
In zwei Wochen sind wir von Frankreich nach Italien gesegelt. Wir haben das Nützliche mit dem Schönen verbunden: Cataleya in ihr neues «Zuhause» bringen und gleichzeitig traumhafte Ferien erleben. Und genau so war es.
Wir haben an den schönsten Orten Halt gemacht:
Iles de Frioul, die wilden Calanques, Toulon, La Ciotat, Cavalaire, Fréjus, Villefranche-sur-Mer - jeder Stopp ein kleines Paradies.
Für ein paar Tage waren auch Stephie und Dario an Bord. In einem kleinen, aber feinen Kreis haben wir Cataleya in Port St. Laurent du Var (Nizza) feierlich getauft. Eine intime, wunderschöne Zeremonie, die uns allen für immer in Erinnerung bleiben wird. 🥂
Am 7. Juni 2017 sind wir schliesslich in der Marina degli Aregai in Italien angekommen – dem Ort, an dem Cataleya von nun an «wohnen» durfte. Ein Hafen voller Licht, Wärme und dem Gefühl, angekommen zu sein.
Im selben Jahr – und in all den Jahren danach bis heute – haben wir unglaublich viel erlebt. Am Weitesten sind wir entlang der südfranzösischen Küste bis nach Porquerolles gesegelt, kurz vor Toulon. Immer wieder zog es uns an die schönsten Orte der Côte d’Azur: Hyères, Bormes-les-Mimosas, Cavalaire, Cannes, Nizza, Antibes, St. Tropez, Port Grimaud, Golfe-Juan, die Îles de Lérins, Saint-Raphaël, Villefranche-sur-Mer, Cap Ferrat, Beaulieu-sur-Mer und Menton – um nur einige zu nennen.
Viele Häfen und Buchten wurden zu kleinen Rückzugsorten, an denen wir manchmal mehrere Tage blieben – einfach, weil es so schön war. Weil die Stimmung passte. Weil das Meer ruhig war. Oder weil wir gerade keine Lust hatten, weiterzufahren.
Nach Lust und Laune. Nach Gefühl. 💙
Ja, auch das haben wir in den letzten Jahren gelernt:
Zeit dort zu verbringen, wo es uns gefällt. Nicht mehr sofort loszumüssen, um noch mehr zu sehen. Sondern das zu geniessen, was gerade ist. Dieses Hier und Jetzt, das auf dem Wasser eine ganz besondere Bedeutung bekommt.
Wir sind ausserdem mindestens einmal pro Jahr nach Korsika gesegelt.
Die Häfen dort sind zwar dünn gesät, aber dafür gibt es unzählige traumhaft schöne Buchten und Ankerplätze, die jedes Seglerherz höher schlagen lassen. Viele davon wirken, als wären sie direkt aus einem Bildband entsprungen. Wir haben Orte wie Calvi, Girolata, Porto Ott, Ajaccio, Bonifacio, Propriano, Tizzano, Porto Vecchio, Porto Taverna, Solenzara, Bastia, Macinaggio, Barcaggio, San Cyprian, Cargese, Figari, Roccapina, Rondinara und viele weitere besucht.
Es wäre unmöglich, sie alle aufzuzählen – jeder Ort hat seine eigene Magie, seine eigene Farbe, seinen eigenen Duft.💙
Korsika ist landschaftlich, kulinarisch und menschlich etwas vom Schönsten, Vielfältigsten und Berührendsten, was wir bis jetzt erleben durften. Die Mischung aus wilder Natur, kristallklarem Wasser, herzlichen aber auch total ehrlichen Menschen und dieser unverwechselbaren korsischen Seele macht jede Reise dorthin zu etwas ganz Besonderem.
Im Jahr 2021 haben wir es noch ein Stück weiter geschafft und sind hinunter nach Sardinien gesegelt. Von Italien aus sind wir zuerst nach Korsika übergefahren und dann der Westküste entlang bis nach Bonifacio. Nach einem Halt zwischen Bonifacio und Sardinien, bei den wunderschönen Iles Lavezzi, erreichten wir Santa Teresa di Gallura. Ein Ort, der sofort dieses Gefühl von Süden, Wärme und Freiheit ausstrahlt. Von dort aus sind wir zunächst nach Osten und dann weiter nach Süden gesegelt – nach Golfo Aranci (Olbia) und anschliessend noch etwas weiter hinunter bis Porto Otiolu. Dazwischen lagen traumhafte Stopps, teils mit Übernachtung vor Anker: bei Porto San Paolo vor der majestätischen Isola Tavolara, an den strahlend weissen Stränden von Cala Brandinchi und La Cinta und in der Bucht von San Teodoro. Jeder dieser Orte war ein kleines Paradies. Mitten in der Costa Smeralda lagen wir ebenfalls vor Anker – direkt neben dem berühmten und im Sommer unbezahlbaren Porto Rotondo. Ein surrealer Kontrast zwischen Luxus an Land und der Ruhe auf dem Wasser. Natürlich haben wir auch den Maddalena-Archipel besucht. Wir waren im Hafen Cala Gavetta, mitten im Städtchen La Maddalena, und lagen vor Anker in mehreren Buchten: in der traumhaften Cala Coticcio auf der Isola Caprera, bei der rosafarbenen Isola Budelli, und in der ruhigen Cala Francese.
Jede Bucht hatte ihr eigenes Licht und ihr eigenen Zauber.
Aber auch Richtung Osten – von Aregai aus gesehen – sind wir gesegelt. An Imperia und Cervo vorbei erreichten wir Loano, wo wir im Hafen lagen. Später ging es weiter nach Genua, der ligurischen Hauptstadt, deren Hafen voller Geschichte, Leben und mediterraner Energie steckt. Von dort aus segelten wir weiter Richtung Süden. Wir machten Halt in Portofino, diesem kleinen, farbenfrohen Juwel, das aussieht wie gemalt. Weiter ging es nach Santa Margherita Ligure, Porto Venere und entlang der spektakulären Cinque Terre – eine Küste, die man nie vergisst. Danach führte uns der Weg in die Toskana: nach Marina di Pisa, vorbei an Livorno und Piombino. Und von dort aus setzten wir über nach Elba. Auf Elba haben wir die schönsten Highlights besucht. Nur in Portoferraio, der Hauptstadt der Insel, lagen wir im Hafen – überall sonst waren wir mit Cataleya vor Anker, in den traumhaftesten Buchten und Ankerplätzen: Rio Marina, Porto Azzurro, Marina di Campo, Marciana und viele mehr. Jede Bucht ein kleines Paradies, jede Nacht ein Stück Freiheit. Von Elba aus segelten wir weiter nach Korsika – und von dort zurück «nach Hause» nach Italien. Ein Kreis, der sich schloss, und eine Reise, die uns noch lange im Herzen bleiben wird.
In den letzten sechs Jahren waren wir ganze 38 Wochen mit unserer Cataleya unterwegs ⛵
Seit 2018 haben wir zudem fast jedes Jahr – mit Ausnahme von 2020 und 2021, aus bekannten Gründen, als das Einreisen nach Italien stark erschwert war – nebst Urlaub, auch Weihnachten und Ostern an Bord verbracht. Diese Zeit im und um unseren Heimathafen ist für uns immer etwas ganz Besonderes. Dann geniessen wir das ruhige Leben an Bord, erledigen kleine Arbeiten selbst oder lassen grössere Projekte machen. Wir pflegen Freundschaften vor Ort, erkunden die Umgebung und lassen uns treiben. Mit dem Auto ist man ausserdem in kürzester Zeit in Monaco oder Frankreich – die Grenze liegt nur 30 Kilometer entfernt.
Unterwegs und auch im Hafen haben wir nicht nur wunderschöne Orte gesehen, Tiere und Pflanzen bestaunt und gut gegessen und getrunken, sondern vor allem wunderbare Menschen kennengelernt. Begegnungen, die bleiben. Freundschaften, die wachsen. Genau so darf es gerne weitergehen 🤝
Doch 2023 bringt grosse Veränderungen mit sich.
Wir werden nicht nur viel mehr Zeit auf Cataleya verbringen und damit viel länger unterwegs sein – wir werden uns auch örtlich verändern. Mit zwei weinenden und zwei lachenden Augen werden wir Ligurien und die Côte d’Azur verlassen und zu neuen Gewässern aufbrechen. 💫 Wir werden neue Reviere entdecken, neue Orte erkunden und neue Freundschaften schliessen.
Und genau darauf freuen wir uns von Herzen 💙
Zu wissen,
dass Veränderung möglich ist,
und der Wunsch,
Veränderungen vorzunehmen,
dies sind zwei grosse erste Schritte.
Virginia Satir